Mobile Erfassung von Geodaten mittels „Field Maps“
Die Entwicklung von Smartphones und Tablets hat nicht nur unser alltägliches Leben verändert, sondern hat auch so manche Arbeitsabläufe revolutioniert und ist mittlerweile sowohl im Alltag oder der Freizeit als auch im Berufsleben nicht mehr wegzudenken.
Mithilfe moderner Geräte, die über GPS-Empfänger verfügen, können Außendienstmitarbeiter GIS-Arbeiten direkt im Feld erledigen und ersparen sich das anschließende Einarbeiten der Kartierungen und Erhebungen im Büro.
Es gibt eine Vielzahl von diversen Applikationen für die mobile Erfassung von Geodaten. Das Land Steiermark hat sich für die „Field Maps" von ESRI entschieden.
Damit kann der gesamte Geodatenbestand des Landes über die Collector-App sowohl online als auch offline visualisiert werden und im Gelände neu erhobene Geodaten direkt erfasst und mit den landesinternen Datenbanken synchronisiert werden. Dies vereinfacht die Arbeit mit Geodaten, sowohl im Gelände als auch im Büro, und lässt einen höheren Grad der Datenaktualität zu.
Die sich ständig erweiternde Sammlung an mobilen Applikationen für Außendienstmitarbeiter im öffentlichen Dienst umfasst im Moment folgende Anwendungen:
- WLV-Gewässermonitoring
- FORSITE - dynamische Waldtypisierung Steiermark
- Forst - digitales Feldbuch
- Gewässerzustandsaufsicht
- ABB - digitales Feldbuch
- FBOZ - Straßenzustandserfassung
- Chemie-Alarm
- Geogene Gefahren
- Verkehrszeichen-Erfassung
Eine dieser Anwendungen ist das WLV-Gewässermonitoring.
Gemäß Forstgesetz § 101, Abs. 6 ist jede Gemeinde verpflichtet ihre Wildbäche samt Zuflüsse zu begehen und zwar jährlich und tunlichst im Frühjahr nach der Schneeschmelze. Somit müssen in der Steiermark jährlich ca. 21.000 Bachkilometer begangen werden.
Die Räumung der Wildbäche nach der Schneeschmelze ist eine besonders wichtige Maßnahme für den Schutz der Gemeinden vor Hochwasserkatastrophen.
Der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, die Landesforstdirektion und das GIS Steiermark haben Maßnahmen getroffen, um die gesetzlichen Verpflichtungen der Wildbacherkundung für die Gemeinden zu vereinfachen.
So wurde für die Priorisierung der Begehung der einzelnen Wildbachabschnitte eine Wildbachklassifizierung durchgeführt und das WLV-Gewässermonitoring als Collector-App-Anwendung für die einfachere Erfassung der Missstände entwickelt.