Umweltorientierte Produktion und Dienstleistungen 2022
(The Environmental Goods and Services Sector - EGSS)
Die endgültigen Ergebnisse weisen für die Steiermark im Jahr 2022 im Bereich der umweltorientierten Produktion und Dienstleistung einen Produktionswert von 8,4 Mrd. Euro (Österreich: 54,9 Mrd. Euro), eine Bruttowertschöpfung von 3,0 Mrd. Euro (Österreich: 20,6 Mrd. Euro) sowie einen Umweltexport von 3,3 Mrd. Euro (Ö: 18,1 Mrd. Euro) aus. 37.960 Beschäftigte waren 2022 in der Steiermark in diesen Wirtschaftsbereichen tätig (Ö: 216.413).
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43,7% des Produktionswertes (Ö: 37,5%), 43,8% der Bruttowertschöpfung (Ö: 41,3%) beziehungsweise 50,5 der Umweltexporte (Ö: 29,0%) entfielen auf Umweltschutzaktivitäten. Diese wurden von 48,8% der Umweltbeschäftigten (Ö: 49,3%) erbracht.
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Des Weiteren wurden 56,3% des Produktionswertes (Ö: 62,5%), 56,2% der Bruttowertschöpfung (Ö: 58,7%) sowie 49,5% der Exporte (Ö: 71,0%) von 51,2% der Beschäftigten (Ö: 49,3) über das Ressourcenmanagement erwirtschaftet.
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38,8% der Umweltbeschäftigten (Ö: 48,4%) waren 2022 im Dienstleistungsbereich (inkl. Hilfstätigkeiten) aktiv und erzielten dabei 31,1% des Produktionswertes (Ö: 38,6%), 39,2% der umweltbezogenen Bruttowertschöpfung (Ö: 45,9%) respektive 3,6% der Umweltexporte (Österreich 7,6%).
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Verbundene Güter kamen auf 6,5% des Produktionswertes (Ö: 6,9%), 4,9% der Bruttowertschöpfung (Ö: 54,8%), 9,0% der Exporte (Ö: 10,7%) sowie 4,6% der Beschäftigten (Ö: 5,3%).
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28,8% des Produktionswertes (Ö: 27,4%), 27,8% der Bruttowertschöpfung (Ö: 25,6%), 18,3% der Exporte (Ö: 19,4%) und 27,9% der Beschäftigten (29,2%) betrafen die Herstellung umweltfreundlicher Güter.
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End-of-pipe Technologien erbrachten 8,0 % des Produktionswertes (Ö: 4,1%), 7,3% der Bruttowertschöpfung (Ö: 3,7%) beziehungsweise 15,7% der Exporte (Ö: 7,8%) mit 4,3% der Beschäftigten (Ö: 2,8%).
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Integrierte (saubere) Technologien erwirtschafteten 25,5% des Produktionswertes in der Steiermark (Ö: 27,5%), 20,7% der Bruttowertschöpfung (Ö: 20,0%) sowie 53,4% der Umweltexporte (Ö: 54,5%). 24,5% der Beschäftigten (Ö: 14,2%) waren in diesem Bereich tätig.
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Die Energie dominiert die Umweltwirtschaft: das „Management der Energieressourcen" erbrachte 2022 mit 37,3 % der Beschäftigten (Ö: 37,5%) 45,0% des Produktionswertes bzw. 3.759 Mio. Euro der Umweltwirtschaft (Ö: 51,9%). Die Bruttowertschöpfung machte einen Anteil von 42,2% (1.275 Mio. Euro) an der umweltbezogenen Bruttowertschöpfung aus (Ö: 46,9%; 9,7 Mrd. Euro). Die Exporte lagen bei einem Anteil von 44,3% (1.469 Mio. Euro) der gesamten Umweltexporte (Ö: 64,4%; 11,6 Mrd. Euro).
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Der Bereich Gewässerschutz, Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser beinhaltet als Umweltgut unter anderem die Produkte aus der ökologischen Landwirtschaft. Mit 27,4% der Umweltbeschäftigten (Ö: 25,1%) - im Vergleich zu 22,7% des Produktionswertes (Ö: 13,2%), 23,8% der Bruttowertschöpfung (Ö: 16,5%) beziehungsweise 11,9% der Exporte (Ö: 4,9%) - ist dieser Bereich sehr beschäftigungsintensiv.
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Unter Einbeziehung der unselbständig Beschäftigten im öffentlichen Verkehr gab es 2022 in der Steiermark 41.331 (Ö: 241.243) Umweltbeschäftigte.
Tabelle: Entwicklung Umweltwirtschaft 2008-2022
Grafik: Steiermark (EGSS) 2022, Produktionswert nach Wirtschaftsbereichen, Anteil in %
Grafik: Steiermark (EGSS) 2022, Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen, Anteil in %
Bericht: Steiermark (EGSS) 2022
Begriffserklärung:
Verbundene Güter dienen direkt und ausschließlich dem Umweltschutz bzw. dem Ressourcenmanagement, z.B. Komponenten von Abwasseranlagen wie etwa Filter.
End-of-pipe (nachsorgende) Technologien dienen der Kontrolle, Behandlung und Beseitigung von Umweltverschmutzung und Ressourcenabbau (beispielsweise Kläranlagen).
Integrierte („saubere") Technologien sind weniger umweltverschmutzend bzw. ressourceneffizienter als entsprechende konventionelle Technologien und Produktionsprozesse (z.B. Solaranlagen).